Newsletter
NEWSLETTER Dezember 2009
Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären all meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag. 1 Kor. 13.1
Paulo in Brasilien schreibt:
Liebe Freunde von hope4kids
Im September organisierten wir ein Gospel Concert auf dem Hauptplatz der Stadt. Ein Auto mit Lautsprecher fuhr durch die Strassen und hat alle dazu eingeladen. Von der benachbarten Stadt kam eine christliche Band und eine Theatergruppe und die Kinder vom Projekt präsentierten ihre Tänze. Es war ein wunderschöner Abend mit vielen Zuschauern und Beifall. Die Band und die Theatergruppe haben Essenspakete dagelassen, die wir später an bedürftige Familien verteilen konnten.
Wir haben eine Dentalhygienikerin eingeladen, ins Projekt. zu kommen. Sie erklärte den Kindern, wie man richtig Zähne putzt und wie wichtig es ist, dass man dies regelmässig tut. Jedes Kind bekam ein Set mit Zahnbürste und Zahnpasta. Am Schluss erhielten alle Kinder eine Fluorbehandlung. Wie schlecht die Zähne der Kinder sind, haben wir schon im letzten Newsletter berichtet. Die wenigsten Kinder lernen zu Hause, sich die Zähne zu putzen.
Am 12. Oktober war Kindertag in Brasilien. Es ist ein besonderer Tag für die Kinder in ganz Brasilien und sie lieben diesen Tag. Die Kinder werden beschenkt: es gibt Kuchen und Überraschungen. Auch für unsere Kinder im Projekt hatten wir eine Woche voller Überraschungen: Es gab Geschenke, Spiele und feine z’Nünis.
Zurzeit besuchen uns zwei Schweizerinnen, die für 6 Wochen mitarbeiten. Das ist eine grosse Bereicherung.
Die Kinder üben schon fleissig für die Weihnachtsvorführung, an der dann auch die Familien der Kinder eingeladen sind.
Noch vor Weihnachten veranstalten wir ein Fest für die Jugendlichen. Es sind hauptsächlich die Jugendlichen eingeladen, welche nicht in unser Projekt kommen. Wie beten für einen eindrucksvollen, unbeschwerten und fröhlichen Abend!
Wir danken Gott für den Segen, den wir erleben dürfen. Obwohl es wirklich nicht einfach ist an diesem Ort, wo so viel Dunkelheit herrscht. Aber wir spüren, wir sind nicht allein. Gottes Liebe scheint! Und wir dürfen schon die Früchte unserer Arbeit sehen.
Hier ein paar Berichte von Kindern aus unserem Projekt:
„Seit ich in das Projekt komme, hat sich mein Leben verändert. Ich bin Christ geworden und ich gehe regelmässig zum Gottesdienst, was mir Freude macht.“
„Ich bin 11 Jahre alt. Gott hat uns ein Zuhause, hier an diesem Ort, gegeben. Wir wohnten vorher in Salvador. Es war schlimm: um uns herum waren Prostituierte und viel Zauberei und Leute von Candomblé (Okkultismus). Sie versuchten, das Leben meiner Mutter zu zerstören. Mein Vater wurde Alkoholiker und meine Mutter wurde eine starke Raucherin. Jetzt leben wir hier, und mein Vater konnte aufhören zu trinken und alles hat sich zum Guten gewendet!“
„Seit ich in das Projekt komme, hat sich mein Leben verändert. Früher habe ich viel geflucht, jetzt habe ich damit aufgehört!“
„Ich hatte Ohrenschmerzen. Ich betete und Jesus hat mich geheilt. Die Schmerzen sind einfach weg!“
Es tut so gut zu wissen, dass es Menschen in der Schweiz gibt, die für uns beten. Vielen Dank!
Liebe Grüsse aus Brasilien
Paulo und das hope4kids Team
Newsletter September 2009
Paulo schreibt:
Liebe Freunde von hope4kids
Nach den Ferien starteten wir mit neuen Aktivitäten in unserem Kinderhaus. Zweimal pro Woche bieten wir Gitarrenunterricht, Theater- und Tanzlektionen an. Alle Kinder im Dorf sind willkommen. Auch die Kinder, die sonst nicht ins Kinderhaus kommen können, weil wir Wartelisten haben.
Im Dorf sind überall Lautsprecher aufgestellt. Den ganzen Tag über hört man Musik, ob man will oder nicht. Zweimal in der Woche haben wir die Möglichkeit im Radio 90 Minuten (!) zu predigen, christliche Musik zu spielen und Gebet anzubieten. Viele Menschen haben das Angebot für Gebet schon in Anspruch genommen. In dem Radio zu sprechen, ist für uns eine super Möglichkeit, alle Menschen im Ort, mit der christlichen Botschaft zu erreichen.
Wir haben einen neuen Mitarbeiter in Brasilien. (Im Foto unten sieht man ihn bei seiner Radiosendung). In seiner Gemeinde ist er verantwortlich für die Jugendarbeit. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Frau unterrichtet in der lokalen Schule.
Wir sind sehr dankbar für eine spezielle Spende, die wir für die Zahnbehandlung einiger Kinder verwenden konnten. Die meisten Kinder haben schon jetzt verfaulte Zähne. Das ist sehr schmerzhaft und ein zusätzliches Handycap: Mit schlechten oder gar keinen Zähnen ist es sehr schwer, später einmal einen Job zu finden.
Bitte betet für uns, speziell im September und Oktober. Für die Spiritisten und Candomblégläubigen ist es eine Zeit, in der sie ihre Dämonen und Geister anrufen und ihnen Opfer bringen. Sie opfern Tiere, trinken ihr Blut und bieten den Geistern das Leben ihrer Kinder an. Manchmal wird Tag und Nacht getrommelt. In dieser Zeit haben es die Christen besonders schwer.
Für das kommende Semester sind verschiedene Aktivitäten geplant: Ende September ein Gospel-Konzert, an dem die Kinder der Tanzgruppe Tänze vorführen. Die ganze Bevölkerung ist dazu eingeladen. Im Oktober am „Tag der Kinder“ gibt es auf dem Hauptplatz ein grosses Fest mit Musik, Hot Dogs, Popcorn und Spiele an dem auch das hope4kids-Team Aktivitäten für die Kinder anbieten wird.
Im Dezember wird es eine Weihnachtsfeier für die Kinder und ihre Eltern geben. Es werden Lieder gesungen, getanzt und ein Theater aufgeführt.
Für diesen Newsletter habe ich zwei Mädchen aus unserem Kinderhaus gebeten, zu berichten, was sie erlebt haben:
„Ich bin 11 Jahre alt. Kürzlich hatte ich auf meinem Rücken sehr schmerzhafte Geschwülste, die mich ständig plagten. Es war so schmerzhaft! Eines Tages fragte ich das Team, ob sie für mich beten würden. Während sie beteten merkte ich, dass ich geheilt wurde! Die Schmerzen und Geschwüre waren am nächsten Tag weg!“
„Ich bin 12 Jahre alt. Schon seit einiger Zeit habe ich nicht mehr mit meinen Geschwistern geredet oder gespielt. Wir haben uns nur noch gestritten. Es waren furchtbare Zustände zu Hause. Im Projekt habe ich gelernt, dass ich meine Sorgen Jesus bringen kann, und ihn bitten kann, Frieden in unsere Familie zu bringen. Das habe ich dann auch getan und Jesus hat es verändert. Jetzt können wir zusammen spielen! Auch meine Mutter hat sich dadurch positiv verändert. Wir Kinder haben es auch mit ihr jetzt viel besser. Gott hat unsere Familiensituation verändert und mir Frieden und Liebe ins Herz geschenkt.“
Bitte betet für die Projekte, die wir planen und um Schutz für das Team sowie für die Kinder mit ihren Familien. Wir sind Euch sehr, sehr dankbar und so ermutigt durch all Eure Gebete und Gaben!
Liebe Grüsse aus Brasilien!
Euer Paulo
Newsletter Juni 2009
Paulo schreibt: Hallo Ihr Lieben
Ich freue mich Euch diesen Brief zu schreiben. Ich bin zwar nicht gut im Schreiben und mein armseliges English steht mir im Weg, um all das auszudrücken, was ich Euch gerne berichten möchte.
Im letzten Semester hatten wir viele Schwierigkeiten. Wir mussten das Haus, das wir gemietet hatten, innerhalb von zwei Wochen verlassen. Jetzt findet die Kinderarbeit in Lucia und meinem Haus statt.
Wir haben 19 neue Kinder, die alle aus sehr schwierigen Situationen kommen. Die Anpassung an unseren Rythmus ist für sie nicht leicht und dadurch auch für uns Leiter eine grosse Herausforderung. Wir benötigen viel Geduld, Einsatz, und Zeit.
Im Januar gab mir Gott eine Vision wie sie in Ezechiel 37 beschrieben ist. (Gebeine auf dem Feld). Wieder wurde ich bestärkt, dass Gott einen Plan für diesen Ort hat.
Wir beteten, fasteten und suchten den Herrn, wie wir es noch nie vorher getan hatten. Gott antwortete indem er uns auftrug, einmal die Woche, sieben Wochen lang, betend um diese Stadt zu gehen und Worte aus der Bibel, im Namen Jesus, zu proklamieren. Das war eine sehr schwierige Zeit für uns! Wir spürten den geistigen Kampf. Lucia und ich fühlten uns wie krank. Fünf Tage war ich im Bett und konnte fast nicht aufstehen. Aber wir beteten weiter. Wir wussten es ist ein Kampf in der unsichtbaren Welt.
Seit dieser Zeit, haben sich die Situation verändert, z.B. wurde das Spiritisten-Haus, direkt hinter unserem Haus, schon wieder geschlossen! Vor einigen Wochen sagte jemand zu mir, dass sich die Atmosphäre in Lustosa völlig verändert hat. Es sei, als hätte sich der Himmel geöffnet! Ja, das erleben wir auch! Eine neue Zeit hat für die lokale Kirche begonnen: Die Menschen hier haben näher zu Gott gefunden, Wunder sind passiert! In unserem Projekt, haben Kinder und Mütter ihr Herz Jesus Christus geöffnet!
In all den Schwierigkeiten und Herausforderungen wissen wir, Gott führt und hat einen Plan für diesen Ort. Erst war es „nur“ ein Kinderprojekt und jetzt sehen wir wie es immer mehr Kreise zieht. Dafür sind wir sind sehr dankbar und auch die Menschen hier nehmen uns vermehrt wahr, sehen unsere Arbeit und vertrauen uns. Wir fühlen uns zugehörig zu diesem Ort.
Wir hoffen, dass wir bald wieder ein eigenes Kinderhaus haben werden. Wir verhandeln mit einem Eigentümer.
Ich bin sicher, dass ich im nächsten Newsletter viele gute Neuigkeiten zu berichten habe.
Wir hatten sehr viel Regen, viel mehr als üblich. So waren wir oft ohne sauberes Wasser (!) und Strom und hatten viele Epidemien seit anfangs Jahr.
Ich bitte Euch, weiter für uns um Kraft, Gesundheit und Gottes Führung zu beten!
Herzlichen Dank für Eure Gebete und Spenden!
Gott segne Euch!
Paulo und Team in Lustosa
Hier noch ein paar ergänzende Infos und Gebetsanliegen vom Team in der Schweiz:
Wir planen ein Haus für die Kinder in Lustosa zu kaufen und und das Projekt noch um eine Teenagerarbeit zu erweitern. Wir haben ein Haus in Aussicht. Bitte betet, dass Paulo so bald wie möglich alle Papiere und Infos, die wir noch brauchen, beisammen hat und der Kauf wirklich zustande kommt.
Momentan sind Ferien. Bitte betet, besonders in dieser Zeit um Schutz, für die Kinder, die jetzt vermehrt Gewalt ausgesetzt sind.
Angelice, unser Köchin, ist in Pension gegangen. Ende des Jahres hatte sie gesundheitlich eine sehr schwierige Zeit. Wir wünschen ihr dass sie ihren neuen Lebensabschnitt geniessen kann, in Gesundheit und mit Gottes Segen! Wir danken ihr ganz herzlich für ihren Einsatz und ihre Treue!
An dieser Stelle bedanken wir uns mit frohem Herzen bei allen, die diese Arbeit mittragen. Wir sind sehr ermutigt!
Newsletter von Paulo im Februar 2009
Bei uns sind die Feiertage
schon in weite Ferne gerückt, - hier sind immer noch Ferien. Da der Karneval dieses
Jahr erst Ende Februar ist, sind viele verreist. Die Leute in Brasilien besuchen in dieser Zeit ihre
Verwandten und lassen ihre Kinder für ein paar Wochen dort. Im Januar machte das h4k-Team für 2 Wochen eine Bibelfreizeit für alle Kinder im Dorf. Es kamen ca. 30
Kinder!
Auf dem Foto seht Ihr die Weihnachtsgeschenke, die wir von dem Erlös des Flohmarktes der „Mitbringsel“ des ICF-Camps im Oktober für die Kinder im Projekt gekauft haben. Vielen Dank nochmals!!
Das Kinderhaus hat im Februar wieder gestartet. Momentan kommen etwa 40 Kinder. Es werden jede Woche mehr sein. Normalerweise sind es 80 Kinder, die täglich kommen. Gerne würden noch viel mehr Kinder zu uns kommen. Die Warteliste ist lang und es ist nicht einfach zu entscheiden, welche Kinder kommen dürfen und welche nicht. Auf dem Foto seht Ihr, dass die T-Shirts vom Camp wirklich getragen werden!
Leider müssen wir das jetzige Kinderhaus schon wieder verlassen. Das ist sehr schade, da es wirklich ideal war. Eigentlich mieteten wir das Haus mit der Vision, es 2009 zu kaufen. Jetzt möchte es der Eigentümer plötzlich nicht mehr verkaufen, sondern selbst nutzen. Wir haben jedoch ein Haus in Aussicht, das gross genug ist, um noch mehr Kinder aufzunehmen. Gerne möchten wir auch ein Programm für Teenager anbieten. Für jede finanzielle Unterstützung beim Hauskauf sind wir sehr dankbar!
Im Anhang habe ich Euch eine aktuelle Gebetsliste angehängt. Es sind nur die Kinder erwähnt, bei denen sich die Gebetsanliegen verändert haben. Bitte betet auch für diesen Ort! Es braucht hier dringend einen Arzt und einen Zahnarzt. Auch für den geistigen Kampf betet, der hier herrscht. Die meisten Menschen in diesem Ort sind Spiritisten oder praktizieren Candomblé. Es gibt hier fünf offizielle Candomblé Häuser und ein Haus für Spiritisten. Versteckt gibt es noch viel mehr!
In diesem Zusammenhang möchte ich kurz eine Beschreibung von Spiritismus und Candomblé geben: Es sind Geisterglauben. Durch das Trommeln werden die Geister und Dämonen gerufen. Durch das trinken von Blut werden die Kinder den Dämonen geweiht. Es sind finstere Mächte die hier herrschen und die Menschen plagen.
Vor ein paar Tagen ist der Vater von einem 8jährigen Jungen, der in unser Projekt kommt, gestorben. Leider war die Familiensituation durch diesen Mann sehr schwierig. Er hat seine Freundin, also die Mutter des Jungen, immer wieder massiv bedroht und auch geschlagen. Wir hoffen, dass jetzt Ruhe und Frieden in die Familie einkehren kann.
Wir möchten Euch auch von einem anderen Jungen aus unserem Projekt erzählen. Er heisst Jefferson: Sein grösster Wunsch war es, seinen Vater kennen zu lernen. Stellt Euch vor: Sein Traum wurde wahr! Sein Vater, der inzwischen Christ ist, hat sich nachträglich sogar in seine Geburtsurkunde eintragen lassen, was Jefferson so viel bedeutet! In den diesen Ferien hat er seinen Vater und seine neue Familie besucht. Es hat Jefferson so gut gefallen, dass beschlossen hat, zu seinem Vater zu ziehen. Hier lebte er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern. Immer wieder musste er mit ansehen, wie seine Mutter von ihrem Freund geschlagen wird. Auch er wurde immer wieder von diesem Mann geschlagen. Wir sind Gott so dankbar, dass die Gebete erhört wurden und Jefferson jetzt ein gutes Zuhause gefunden hat!
Seid lieb gegrüsst!
Von Paulo, Sandra und dem ganzen hope4kids-Team hier in Brasilien und in der Schweiz
Newsletter Dezember 2008
Liebe Freunde
Endlich habe ich selbst, Birgit, unser Kinderhaus in Lustosa in den Herbstferien für 2 Wochen besucht, und ich werde Euch berichten, was wir erlebt haben.
Hier ist die Gruppe von Zwänzgern aus dem ICF, die mich begleitet haben:
In der Mitte (graues T-Shirt und Käppi) stehe ich und rechts neben mir ist Franz, mein Sohn, der einzige unter 18, den ich mitgenommen habe. Der Baum steht direkt vor dem Kinderhaus und der Himmel war oft bedeckt, es hat sogar manchmal geregnet und ihr seht, dass wir eher warm angezogen sind…Durch den Regen hat sich auch beim Hausbau niemand verbrannt. Die Sonne war, wenn sie da war, sehr intensiv.
Hier seht Ihr das Haus, das wir gebaut haben. Als wir ankamen und als wir wieder abreisten:
Meine Firma (Stettler Ccnsulting AG) hat für alle Kinder und die Mitarbeiter T-Shirts gesponsert. Hier sehr Ihr die Vormittagsgruppe mit Patricio (links hinten) und Emilio und Roberto (rechts hinten).
Auf den T-Shirts stand im weissen Kreuz in Portugiesisch: „Jemand in der Schweiz betet für mich.“ Sie kamen anschliessend jeden Tag mit den T-Shirts, wie mit einer Uniform. Wir konnten auch den Müttern dienen: Ich habe über die negativen Auswirkungen des Schlagens und des Beschimpfens gesprochen, das in Lustosa als Kindererziehung für selbstverständlich gehalten wird. Und als wir am nächsten Tag in 3er- und 4er-Gruppen einige Familien besuchten, bekamen wir das Feedback, dass meine Ansprache überall Stadtgespräch geworden ist. Unser hope4kids Team war sehr glücklich, zu diesen Themen Unterstützung von aussen zu erhalten.
Wir haben auf dem Marktplatz auch eine Evangelisation durchgeführt und konnten in den folgenden Tagen vielen Kindern und Müttern seelsorgerlich helfen. Abschliessend waren wir noch 3 Tag in Praia da Forte am Meer, was mein Team aus Zürich und ich sehr genossen haben...
Unser nächstes Projekt ist, das Kinderhaus zu kaufen, und so Stabilität für alle Beteiligten in Lustosa zu schaffen. Es gehört sehr viel Land zum Haus dazu und wir würden gerne mit Ausbildungsmöglichkeiten auch Teenagern eine Chance bieten. Es bleibt spannend!
Wir wünschen Euch allen Gottes reichen Segen für 2009 und bedanken uns soooooooooooooo herzlich für alle Unterstützung in 2008!!
Eure Birgit Troschel und das hop4kids Team
NEWSLETTER AUGUST 2008
Vor einem Jahr, bin ich (Paulo), in Lustosa angekommen. Ich hätte mir nie träumen lassen, an so einem Ort zu leben. Alleine, weit weg von meinem zu Hause - an einem Ort, wo die Zeit stehen zu bleiben scheint. Anfangs war es sehr hart für mich! Nach grossen Herausforderungen, sehen wir Gottes Liebe für diesen Ort und spüren seinen Segen.
Seit Juli 2008 ist das Kinderhaus umgezogen. Halleluja! Wie wir im letzten Newsletter berichtet haben, mussten wir dringend, ein neues Haus finden.
Die Kinder fühlen sich sehr wohl hier. Endlich haben wir genug Platz zum spielen, drinnen und draussen. Es ist ein sehr schönes Haus mit einem riesigen Grundstück.
Das Haus kostet nur 300 Reais, umgerechnet ca. 200 CHF. Leider ist die Möglichkeit es zu mieten beschränkt: Das Haus steht zum Verkauf. Ein Schweizer Verein, „Esperanca para o Brasil“, der auch in Lustosa tätig ist, möchte gerne dieses Haus und Grundstück erwerben. Von Mitte August bis anfangs September wurde ich von dem Verein eingeladen, in der Schweiz und in Deutschland über unsere Projekte zu berichten und Sponsoren zu finden. Bitte betet für diese Zeit!
Unser nächstes Projekt wird sein, einen Teil des Grundstücks mit Gemüse und Obst zu bepflanzen. Einige Obstbäume stehen schon. Nächstes Jahr wollen wir uns mit Obst und Gemüse selbst versorgen. Wir werden die Eltern der Kinder einladen, mit zu machen, damit auch sie in den Genuss von eigenem Obst und Gemüse kommen.
Jeden Tag wird es in Brasilien schwieriger, einen Job zu finden. Nur wer hoch qualifiziert ist, bekommt eine Anstellung. Für die meisten Brasilianer, ganz speziell für die Leute hier in Bahia und im Norden von Brasilien heisst das, dass sie keine Chance haben eine Arbeit zu finden. Viele versuchen es trotzdem in der Hoffnung, in den grossen Städten einen Job zu finden. Sehr viel enden dann im Alkohol, die Mädchen werden schwanger oder Prostituierte.
Roberto Rodriques, einer unser Lehrer erzählt:
„Als ich im Kinderhaus angefangen habe zu arbeiten, fragte ich mich, wie es möglich sein sollte, diese Kinder zu unterrichten!? Die Kinder störten dauernd den Unterricht, waren rebellisch und aggressiv!
Eines dieser Kinder heisst Rafael. Er ist 10 Jahre alt. Wenn er im Kinderhaus war, ärgerte er ständig andere Kinder. Auch den Lehrern gegenüber war er sehr aggressiv. Seine Mutter drohte, ihn in ein Heim zu geben. Sie war überfordert mit dieser Situation. Wir haben angefangen, uns mehr mit ihm zu beschäftigen. Wir beteten für ihn und zeigten ihm jeden Tag, dass er geliebt wird. Es brauchte seine Zeit, aber heute können wir sehen: er ist verändert. Nicht nur äusserlich, sondern auch in seinem Herzen.
Bei vielen Kindern dürfen wir diese Veränderung sehen, bei einigen geschieht es sofort und bei anderen braucht es Zeit. Heute kann ich sagen: Diese Arbeit lohnt sich auf jeden Fall! Ich bin motiviert, mich in diese Kinder zu investieren. Das Projekt hinterlässt Spuren. Die positive Veränderung, ist auch für die Bevölkerung, sichtbar.“
Wir machen motiviert weiter und beten, dass noch mehr Menschen sich mit uns auf den Weg machen, den Menschen in Lustosa Hoffnung, Liebe und ein neues Leben durch Jesus Christus zu bringen.
Wir danken allen, die uns mit ihren Gebeten, Interesse und Finanzen unterstützen!
Seid reich gesegnet!
Liebe Grüsse
Paulo
April 2008
Den ganzen April durfte ich (Sandra), in Brasilien verbringen. Drei Wochen war ich in Lustosa, wo unser Kinderhaus ist, und eine Woche am Meer. Nach zwei Wochen reiste meine Familie nach. Ich holte sie am Flughafen ab und weiter ging es an den Strand und die Stadt Salvador besichtigen. Nach einer Woche reisten wir nach Lustosa. Ich habe mich sehr gefreut meiner Familie unser Kinderhaus zu zeigen, und dass sie unsere Mitarbeiter und die Kinder kennen lernen konnten.
Mit Freuden konnte ich mit eigenen Augen sehen wie alles, was wir das letzte Jahr auf Papier gebracht hatten, umgesetzt wurde. Ein herzliches Dankeschön an Paulo & Lucia!
Die interessierten Familien konnten inzwischen für ihr Kind eine Anmeldung ausfüllen. Danach wurde geprüft, ob diese Familie Unterstützung braucht oder nicht. 80 Kinder kommen täglich. Die grösseren am Morgen die kleineren am Nachmittag. Jedes Kind, das in unser Haus kommt, ist verpflichtet die öffentliche Schule zu besuchen. Nach einer Andacht und einem Frühstück, werden Aufgaben gemacht, auf Prüfungen gelernt und ergänzend zur Schule unterrichtet. Vielen Kindern fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Sie zu unterrichten oder mit ihnen die Aufgaben zu machen, braucht viel Kraft. Sie sind in drei Klassen eingeteilt mit 1-2 Lehrer/innen.
Ca. 10.30 Uhr ist dann der Unterricht vorbei. Dann ist Zeit für Spiel, Basteln, Bewegung etc. Ich staunte wie bescheiden die Kinder sind. Sie haben zu Hause nur wenig oder auch gar keine Spielsachen. - Aber deshalb fehlt oft auch der angemessene Umgang mit den Sachen. Oft geht etwas kaputt… Sie haben sich übrigens riesig gefreut über die Knete die ich mitgebracht habe, die Puzzles und Spiele oder das Indianerzelt etc. Vielen Dank für alles, was Ihr mir mitgegeben habt!!!!
Eine Gruppe von Mädchen bekommt Unterricht in Häkeln und Sticken. Um 11.30 Uhr gibt es Mittagessen. Das Essen ist sehr abwechslungsreich und täglich gibt es Salat und/oder Gemüse! Nach dem Essen verabschieden sich die Kinder und schon kommen die kleineren, die morgens Schule hatten. Dazwischen wird das Geschirr abgewaschen und geputzt. Um 13.00 Uhr startet der Unterricht bis ca. 15.15 Uhr. Danach ist Spielzeit. Dann gibt es einen „Z’vieri“. Manchmal sind das Butterbrote oder das gleiche wie zu Mittag oder eine Suppe. Auch am Nachmittag sind es wieder 3 Klassen. Zwischen 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr leert sich dann das Kinderhaus und alles wird wieder geputzt und abgewaschen.
Das Haus ist geöffnet von Montag bis Donnerstag. Am Freitag ist der Tag an dem die Familien besucht werden. Immer in Teams von jeweils 2-3 Mitarbeitern. Es ist auch der Tag an dem gründlich geputzt wird und die Teamsitzung stattfindet.
Am Samstag wird der Sonntagsbrunch für die Kinder und die Eltern vorbereitet. Der Sonntagsbrunch ist ein Highlight für die Kinder. Am Anfang des Festes gibt es einen christlichen Input und Lieder. Danach haben die Kinder die Gelegenheit, Tänze vorzuführen oder Theater zu spielen. Einmal im Monat werden alle Geburtstage des Monats gefeiert. Natürlich gibt es da etwas Feines zu essen und zu trinken!
Ich bin so dankbar für die guten Mitarbeiter die wir inzwischen haben. Momentan haben wir vier Mitarbeiter und drei die als Freiwillige arbeiten. Sie haben alle ein Herz für die Kinder. Den freiwilligen Mitarbeitern möchten wir auch einen Lohn zahlen, da wir auf sie und sie auf uns (!) angewiesen sind. Das wäre der nächste Vertrauensschritt: zu glauben, dass wir genug Spenden haben, um all die Löhne, Miete und Lebensmittel zu bezahlen...
Unsere Mitarbeiter: Auf dem Photo fehlt leider Emilton
Wir freuen uns über das gute Feedback der örtlichen Schule. Die Kinder in unserem Projekt haben sich schulisch bereits sehr verbessert!!
Gerade im Staate Bahia (wo wir arbeiten) ist es erschreckend, wie verwahrlost die Kinder aufwachsen. Für die meisten gibt es keine Liebe oder Erziehung von Seiten der Eltern. Es wird geschlagen, nicht erklärt. Man widmet dem Kind keine Zeit oder Aufmerksamkeit. Das hinterlässt Spuren. Viele Kinder haben auch Lernschwächen oder leichte Behinderungen, durch Inzest oder weil sie nicht die angemessene Therapie bekommen. Deshalb fällt es vielen schwer, sich sozial zu verhalten. Es wird geprügelt und Aggressivität ist für viele die einzige Sprache die sie kennen. Es gibt viele Kinder, die nicht wissen wie man spielt oder die gar nicht spielen wollen, sich total zurückgezogen haben. Es hat mich immer sehr berührt, wenn ich spontan einem Kind z.B die Hand auf den Rücken gelegt habe und gespürt habe wie angespannt und verkrampft der ganze Körper ist und wie er sich dann unter der Berührung oder der lieben Worten entspannt hat und das Kind aufgehört hat gewalttätig zu sein.
Als ich da war, hat ein Mädchen den Vater verloren. Ein paar Tage später musste sie eine Nasenoperation durchführen lassen. Leider haben wir bis jetzt nichts von ihr gehört. Sie ist immer noch mit ihrer Familie in Salvador. Bitte betet für sie und ihre Familie.
Da bin ich schon bei unseren Anliegen angekommen: Es geht um ein Projekt, das wir „Praying Adopt“ nennen. Ich habe die „Gebetspässe“ (fast) fertig: Auf Karten hat es als erstes eine Zeichnung des Kindes oder des Mitarbeiters. Wenn man den Pass aufmacht sieht man ein Photo des Kindes und seine Anliegen plus Infos wie Alter, sein Traum oder Information über die Familie. Also falls Ihr Euch angesprochen fühlt, für eines oder mehrere Kinder und ihre Familien zu beten, meldet euch bitte bei Birgit oder mir!
Ihr könnt mir glauben, ich könnte noch so viel mehr schreiben… Falls Ihr mehr wissen wollt oder Fragen zum Projekt habt: BITTE fragt mich einfach – ich freue mich!!
Danke für Eure Geduld und Euer Interesse!
Liebi Grüss und bhüt Eu Gott
Sandra und das ganze Team in der Schweiz und in Brasilien
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