hope4kids

Newsletter

         NEWSLETTER Dezember 2009

 

Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären all meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag. 1 Kor. 13.1

   

Paulo in Brasilien schreibt:

 

Liebe Freunde von hope4kids

 

Im September organisierten wir ein Gospel Concert auf dem Hauptplatz der Stadt. Ein Auto mit Lautsprecher fuhr durch die Strassen und hat alle dazu eingeladen. Von der benachbarten Stadt kam eine christliche Band und eine Theatergruppe und die Kinder vom Projekt präsentierten ihre Tänze. Es war ein wunderschöner Abend mit vielen Zuschauern und Beifall. Die Band und die Theatergruppe haben Essenspakete dagelassen, die wir später an bedürftige Familien verteilen konnten.

 

Wir haben eine Dentalhygienikerin eingeladen, ins Projekt. zu kommen. Sie erklärte den Kindern, wie man richtig Zähne putzt und wie wichtig es ist, dass man dies regelmässig tut. Jedes Kind bekam ein Set mit Zahnbürste und Zahnpasta. Am Schluss erhielten alle Kinder eine Fluorbehandlung. Wie schlecht die Zähne der Kinder sind, haben wir schon im letzten Newsletter berichtet. Die wenigsten Kinder lernen zu Hause, sich die Zähne zu putzen.

 

Am 12. Oktober war Kindertag in Brasilien. Es ist ein besonderer Tag für die Kinder in ganz Brasilien und sie lieben diesen Tag. Die Kinder werden beschenkt: es gibt Kuchen und Überraschungen. Auch für unsere Kinder im Projekt hatten wir eine Woche voller Überraschungen: Es gab Geschenke, Spiele und feine z’Nünis.

 

Zurzeit besuchen uns zwei Schweizerinnen, die für 6 Wochen mitarbeiten. Das ist eine grosse Bereicherung.

 

Die Kinder üben schon fleissig für die Weihnachtsvorführung, an der dann auch die Familien der Kinder eingeladen sind.

 

Noch vor Weihnachten veranstalten wir ein Fest für die Jugendlichen. Es sind hauptsächlich die Jugendlichen eingeladen, welche nicht in unser Projekt kommen. Wie beten für einen eindrucksvollen, unbeschwerten und fröhlichen Abend!

 

Wir danken Gott für den Segen, den wir erleben dürfen. Obwohl es wirklich nicht einfach ist an diesem Ort, wo so viel Dunkelheit herrscht. Aber wir spüren, wir sind nicht allein. Gottes Liebe scheint! Und wir dürfen schon die Früchte unserer Arbeit sehen.

 

Hier ein paar Berichte von Kindern aus unserem Projekt:

 „Seit ich in das Projekt komme, hat sich mein Leben verändert. Ich bin Christ geworden und ich gehe regelmässig zum Gottesdienst, was mir Freude macht.“

„Ich bin 11 Jahre alt. Gott hat uns ein Zuhause, hier an diesem Ort, gegeben. Wir wohnten vorher in Salvador. Es war schlimm: um uns herum waren Prostituierte und viel Zauberei und Leute von Candomblé (Okkultismus). Sie versuchten, das Leben meiner Mutter zu zerstören. Mein Vater wurde Alkoholiker und meine Mutter wurde eine starke Raucherin. Jetzt leben wir hier, und mein Vater konnte aufhören zu trinken und alles hat sich zum Guten gewendet!“

„Seit ich in das Projekt komme, hat sich mein Leben verändert. Früher habe ich viel geflucht, jetzt habe ich damit aufgehört!“

„Ich hatte Ohrenschmerzen. Ich betete und Jesus hat mich geheilt. Die Schmerzen sind einfach weg!“

 

Es tut so gut zu wissen, dass es Menschen in der Schweiz gibt, die für uns beten. Vielen Dank!

 

Liebe Grüsse aus Brasilien

 

Paulo und das hope4kids Team

 

 

 

 

Newsletter September 2009

 

Paulo schreibt: 

Liebe Freunde von hope4kids 

Nach den Ferien starteten wir mit neuen Aktivitäten in unserem Kinderhaus. Zweimal pro Woche bieten wir Gitarrenunterricht, Theater- und Tanzlektionen an. Alle Kinder im Dorf sind willkommen. Auch die Kinder, die sonst nicht ins Kinderhaus kommen können, weil wir Wartelisten haben. 

 

 

Im Dorf sind überall Lautsprecher aufgestellt. Den ganzen Tag über hört man Musik, ob man will oder nicht. Zweimal in der Woche haben wir die Möglichkeit im Radio 90 Minuten (!) zu predigen, christliche Musik zu spielen und Gebet anzubieten. Viele Menschen haben das Angebot für Gebet schon in Anspruch genommen. In dem Radio zu sprechen, ist für uns eine super Möglichkeit, alle Menschen im Ort, mit der christlichen Botschaft zu erreichen.  

Wir haben einen neuen Mitarbeiter in Brasilien. (Im Foto unten sieht man ihn bei seiner Radiosendung). In seiner Gemeinde ist er verantwortlich für die Jugendarbeit. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Frau unterrichtet in der lokalen Schule.                                             


Wir sind sehr dankbar für eine spezielle Spende, die wir für die Zahnbehandlung einiger Kinder verwenden konnten. Die meisten Kinder haben schon jetzt verfaulte Zähne. Das ist sehr schmerzhaft und ein zusätzliches Handycap: Mit schlechten oder gar keinen Zähnen ist es sehr schwer, später einmal einen Job zu finden.  

Bitte betet für uns, speziell im September und Oktober. Für die Spiritisten und Candomblégläubigen ist es eine Zeit, in der sie ihre Dämonen und Geister anrufen und ihnen Opfer bringen. Sie opfern Tiere, trinken ihr Blut und bieten den Geistern das Leben ihrer Kinder an. Manchmal wird Tag und Nacht getrommelt. In dieser Zeit haben es die Christen besonders schwer.

 Für das kommende Semester sind verschiedene Aktivitäten geplant: Ende September ein Gospel-Konzert, an dem die Kinder der Tanzgruppe Tänze vorführen. Die ganze Bevölkerung ist dazu eingeladen. Im Oktober am „Tag der Kinder“ gibt es auf dem Hauptplatz ein grosses Fest mit Musik, Hot Dogs, Popcorn und Spiele an dem auch das hope4kids-Team Aktivitäten für die Kinder anbieten wird. 

Im Dezember wird es eine Weihnachtsfeier für die Kinder und ihre Eltern geben. Es werden Lieder gesungen, getanzt und ein Theater aufgeführt.  

Für diesen Newsletter habe ich zwei Mädchen aus unserem Kinderhaus gebeten, zu berichten, was sie erlebt haben: 

„Ich bin 11 Jahre alt. Kürzlich hatte ich auf meinem Rücken sehr schmerzhafte Geschwülste, die mich ständig plagten. Es war so schmerzhaft! Eines Tages fragte ich das Team, ob sie für mich beten würden. Während sie beteten merkte ich, dass ich geheilt wurde! Die Schmerzen und Geschwüre waren am nächsten Tag weg!“ 

 „Ich bin 12 Jahre alt. Schon seit einiger Zeit habe ich nicht mehr mit meinen Geschwistern geredet oder gespielt. Wir haben uns nur noch gestritten. Es waren furchtbare Zustände zu Hause. Im Projekt habe ich gelernt, dass ich meine Sorgen Jesus bringen kann, und ihn bitten kann, Frieden in unsere Familie zu bringen. Das habe ich dann auch getan und Jesus hat es verändert. Jetzt können wir zusammen spielen! Auch meine Mutter hat sich dadurch positiv verändert. Wir Kinder haben es auch mit ihr jetzt viel besser. Gott hat unsere Familiensituation verändert und mir Frieden und Liebe ins Herz geschenkt.“ 

Bitte betet für die Projekte, die wir planen und um Schutz für das Team sowie für die Kinder mit ihren Familien. Wir sind Euch sehr, sehr dankbar und so ermutigt durch all Eure Gebete und Gaben! 

Liebe Grüsse aus Brasilien!

Euer Paulo

 

 

 

 

Newsletter Juni 2009

 

Paulo schreibt: Hallo Ihr Lieben

 

Ich freue mich Euch diesen Brief zu schreiben. Ich bin zwar nicht gut im Schreiben und mein armseliges English steht mir im Weg, um all das auszudrücken, was ich Euch gerne berichten möchte. 

Im letzten Semester hatten wir viele Schwierigkeiten. Wir mussten das Haus, das wir gemietet hatten, innerhalb von zwei Wochen verlassen. Jetzt findet die Kinderarbeit in Lucia und meinem Haus statt.  

Wir haben 19 neue Kinder, die alle aus sehr schwierigen Situationen kommen. Die Anpassung an unseren Rythmus ist für sie nicht leicht und dadurch auch für uns Leiter eine grosse Herausforderung. Wir benötigen viel Geduld, Einsatz, und Zeit. 

Im Januar gab mir Gott eine Vision wie sie in Ezechiel 37 beschrieben ist. (Gebeine auf dem Feld). Wieder wurde ich bestärkt, dass Gott einen Plan für diesen Ort hat.  

Wir beteten, fasteten und suchten den Herrn, wie wir es noch nie vorher getan hatten. Gott antwortete indem er uns auftrug, einmal die Woche, sieben Wochen lang, betend um diese Stadt zu gehen und Worte aus der Bibel, im Namen Jesus, zu proklamieren. Das war eine sehr schwierige Zeit für uns! Wir spürten den geistigen Kampf. Lucia und ich fühlten uns wie krank. Fünf Tage war ich im Bett und konnte fast nicht aufstehen. Aber wir beteten weiter. Wir wussten es ist ein Kampf in der unsichtbaren Welt. 

Seit dieser Zeit, haben sich die Situation verändert,  z.B. wurde das Spiritisten-Haus, direkt hinter unserem Haus, schon wieder geschlossen! Vor einigen Wochen sagte jemand zu mir, dass sich die Atmosphäre in Lustosa völlig verändert hat. Es sei, als hätte sich der Himmel geöffnet! Ja, das erleben wir auch! Eine neue Zeit hat für die lokale Kirche begonnen: Die Menschen hier haben näher zu Gott gefunden, Wunder sind passiert! In unserem Projekt, haben Kinder und Mütter ihr Herz Jesus Christus geöffnet! 

In all den Schwierigkeiten und Herausforderungen wissen wir, Gott führt und hat einen Plan für diesen Ort. Erst war es „nur“ ein Kinderprojekt und jetzt sehen wir wie es immer mehr Kreise zieht. Dafür sind wir sind sehr dankbar und auch die Menschen hier nehmen uns vermehrt wahr, sehen unsere Arbeit und vertrauen uns. Wir fühlen uns zugehörig zu diesem Ort.  

Wir hoffen, dass wir bald wieder ein eigenes Kinderhaus haben werden. Wir verhandeln mit einem Eigentümer.  

Ich bin sicher, dass ich im nächsten Newsletter viele gute Neuigkeiten zu berichten habe.  

Wir hatten sehr viel Regen, viel mehr als üblich. So waren wir oft ohne sauberes Wasser (!) und Strom und hatten viele Epidemien seit anfangs Jahr.

 

Ich bitte Euch, weiter für uns um Kraft, Gesundheit und Gottes Führung zu beten!

Herzlichen Dank für Eure Gebete und Spenden! 

Gott segne Euch!

Paulo und Team in Lustosa  

 

Hier noch ein paar ergänzende Infos und Gebetsanliegen vom Team in der Schweiz: 

Wir planen ein Haus für die Kinder in Lustosa zu kaufen und und das Projekt noch um eine Teenagerarbeit zu erweitern. Wir haben ein Haus in Aussicht. Bitte betet, dass Paulo so bald wie möglich alle Papiere und Infos, die wir noch brauchen, beisammen hat und der Kauf wirklich zustande kommt. 

Momentan sind Ferien. Bitte betet, besonders in dieser Zeit um Schutz, für die Kinder, die jetzt vermehrt Gewalt ausgesetzt sind.  

Angelice, unser Köchin, ist in Pension gegangen. Ende des Jahres hatte sie gesundheitlich eine sehr schwierige Zeit. Wir wünschen ihr dass sie ihren neuen Lebensabschnitt geniessen kann, in Gesundheit und mit Gottes Segen! Wir danken ihr ganz herzlich für ihren Einsatz und ihre Treue! 

An dieser Stelle bedanken wir uns mit frohem Herzen bei allen, die diese Arbeit mittragen. Wir sind sehr ermutigt!

 

Newsletter von Paulo im Februar 2009

 

Bei uns sind die Feiertage schon in weite Ferne gerückt, -  hier sind immer noch Ferien. Da der Karneval dieses Jahr erst Ende Februar ist, sind viele verreist. Die Leute in Brasilien besuchen in dieser Zeit ihre Verwandten und lassen ihre Kinder für ein paar Wochen dort. Im Januar machte das h4k-Team für 2 Wochen eine Bibelfreizeit für alle Kinder im Dorf. Es kamen ca. 30 Kinder!

 

Auf dem Foto seht Ihr die Weihnachtsgeschenke, die wir von dem Erlös des Flohmarktes der „Mitbringsel“ des ICF-Camps im Oktober für die Kinder im Projekt gekauft haben. Vielen Dank nochmals!!

Das Kinderhaus hat im Februar wieder gestartet. Momentan kommen etwa 40 Kinder. Es werden jede Woche mehr sein. Normalerweise sind es 80 Kinder, die täglich kommen. Gerne würden noch viel mehr Kinder zu uns kommen. Die Warteliste ist lang und es ist nicht einfach zu entscheiden, welche Kinder kommen dürfen und welche nicht. Auf dem Foto seht Ihr, dass die T-Shirts vom Camp wirklich getragen werden!

 

Leider müssen wir das jetzige Kinderhaus schon wieder verlassen. Das ist sehr schade, da es wirklich ideal war. Eigentlich mieteten wir das Haus mit der Vision, es 2009 zu kaufen. Jetzt möchte es der Eigentümer plötzlich nicht mehr verkaufen, sondern selbst nutzen. Wir haben jedoch ein Haus in Aussicht, das gross genug ist, um noch mehr Kinder aufzunehmen. Gerne möchten wir auch ein Programm für Teenager anbieten. Für jede finanzielle Unterstützung beim Hauskauf sind wir sehr dankbar!

 

Im Anhang habe ich Euch eine aktuelle Gebetsliste angehängt. Es sind nur die Kinder erwähnt, bei denen sich die Gebetsanliegen verändert haben. Bitte betet auch für diesen Ort! Es braucht hier dringend einen Arzt und einen Zahnarzt. Auch für den geistigen Kampf betet, der hier herrscht. Die meisten Menschen in diesem Ort sind Spiritisten oder praktizieren Candomblé. Es gibt hier fünf offizielle Candomblé Häuser und ein Haus für Spiritisten. Versteckt gibt es noch viel mehr!

 

In diesem Zusammenhang möchte ich kurz eine Beschreibung von Spiritismus und Candomblé geben: Es sind Geisterglauben. Durch das Trommeln werden die Geister und Dämonen gerufen. Durch das trinken von Blut werden die Kinder den Dämonen geweiht. Es sind finstere Mächte die hier herrschen und die Menschen plagen.

 

Vor ein paar Tagen ist der Vater von einem 8jährigen Jungen, der in unser Projekt kommt, gestorben. Leider war die Familiensituation durch diesen Mann sehr schwierig. Er hat seine Freundin, also die Mutter des Jungen, immer wieder massiv bedroht und auch geschlagen. Wir hoffen, dass jetzt Ruhe und Frieden in die Familie einkehren kann.

 

Wir möchten Euch auch von einem anderen Jungen aus unserem Projekt erzählen. Er heisst Jefferson: Sein grösster Wunsch war es, seinen Vater kennen zu lernen. Stellt Euch vor: Sein Traum wurde wahr! Sein Vater, der inzwischen Christ ist, hat sich nachträglich sogar in seine Geburtsurkunde eintragen lassen, was Jefferson so viel bedeutet! In den diesen Ferien hat er seinen Vater und seine neue Familie besucht. Es hat Jefferson so gut gefallen, dass beschlossen hat, zu seinem Vater zu ziehen. Hier lebte er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern. Immer wieder musste er mit ansehen, wie seine Mutter von ihrem Freund geschlagen wird. Auch er wurde immer wieder von diesem Mann geschlagen. Wir sind Gott so dankbar, dass die Gebete erhört wurden und Jefferson  jetzt ein gutes Zuhause gefunden hat!

 

Seid lieb gegrüsst!

 

Von Paulo, Sandra und dem ganzen hope4kids-Team hier in Brasilien und in der Schweiz

 

Newsletter Dezember 2008

 

Liebe Freunde  

Endlich habe ich selbst, Birgit, unser Kinderhaus in Lustosa in den Herbstferien für 2 Wochen besucht, und ich werde Euch berichten, was wir erlebt haben. 

Hier ist die Gruppe von Zwänzgern aus dem ICF, die mich begleitet haben: 

In der Mitte (graues T-Shirt und Käppi) stehe ich und rechts neben mir ist Franz, mein Sohn, der einzige unter 18, den ich mitgenommen habe. Der Baum steht direkt vor dem Kinderhaus und der Himmel war oft bedeckt, es hat sogar manchmal geregnet und ihr seht, dass wir eher warm angezogen sind…Durch den Regen hat sich auch beim Hausbau niemand verbrannt. Die Sonne war, wenn sie da war, sehr intensiv.

 Hier seht Ihr das Haus, das wir gebaut haben. Als wir ankamen und als wir wieder abreisten: 

Meine Firma (Stettler Ccnsulting AG) hat für alle Kinder und die Mitarbeiter T-Shirts gesponsert. Hier sehr Ihr die Vormittagsgruppe mit Patricio (links hinten) und Emilio und Roberto (rechts hinten). 

Auf den T-Shirts stand im weissen Kreuz in Portugiesisch: „Jemand in der Schweiz betet für mich.“ Sie kamen anschliessend jeden Tag mit den T-Shirts, wie mit einer Uniform. Wir konnten auch den Müttern dienen: Ich habe über die negativen Auswirkungen des Schlagens und des Beschimpfens gesprochen, das in Lustosa als Kindererziehung für selbstverständlich gehalten wird. Und als wir am nächsten Tag in 3er- und 4er-Gruppen einige Familien besuchten, bekamen wir das Feedback, dass meine Ansprache überall Stadtgespräch geworden ist. Unser hope4kids Team war sehr glücklich, zu diesen Themen Unterstützung von aussen zu erhalten. 

Wir haben auf dem Marktplatz auch eine Evangelisation durchgeführt und konnten in den folgenden Tagen vielen Kindern und Müttern seelsorgerlich helfen. Abschliessend waren wir noch 3 Tag in Praia da Forte am Meer, was mein Team aus Zürich und ich sehr genossen haben...  

Unser nächstes Projekt ist, das Kinderhaus zu kaufen, und so Stabilität für alle Beteiligten in Lustosa zu schaffen. Es gehört sehr viel Land zum Haus dazu und wir würden gerne mit Ausbildungsmöglichkeiten auch Teenagern eine Chance bieten. Es bleibt spannend! 

Wir wünschen Euch allen Gottes reichen Segen für 2009 und bedanken uns soooooooooooooo herzlich für alle Unterstützung in 2008!! 

Eure Birgit Troschel und das hop4kids Team

 

 

NEWSLETTER AUGUST 2008 

Vor einem Jahr, bin ich (Paulo), in Lustosa angekommen. Ich hätte mir nie träumen lassen, an so einem Ort zu leben. Alleine, weit weg von meinem zu Hause - an einem Ort, wo die Zeit stehen zu bleiben scheint. Anfangs war es sehr hart für mich! Nach grossen Herausforderungen, sehen wir Gottes Liebe für diesen Ort und spüren seinen Segen.  

Seit Juli 2008 ist das Kinderhaus umgezogen. Halleluja! Wie wir im letzten Newsletter berichtet haben, mussten wir dringend, ein neues Haus finden.                           

 

Die Kinder fühlen sich sehr wohl hier. Endlich haben wir genug Platz zum spielen, drinnen und draussen. Es ist ein sehr schönes Haus mit einem riesigen Grundstück.  

Das Haus kostet nur 300 Reais, umgerechnet ca. 200 CHF. Leider ist die Möglichkeit es zu mieten beschränkt: Das Haus steht zum Verkauf. Ein Schweizer Verein, „Esperanca para o Brasil“, der auch in Lustosa tätig ist, möchte gerne dieses Haus und Grundstück erwerben. Von Mitte August bis anfangs September wurde ich von dem Verein eingeladen, in der Schweiz und in Deutschland über unsere Projekte zu berichten und Sponsoren zu finden. Bitte betet für diese Zeit!  

Unser nächstes Projekt wird sein, einen Teil des Grundstücks mit Gemüse und Obst zu bepflanzen. Einige Obstbäume stehen schon. Nächstes Jahr wollen wir uns mit Obst und Gemüse selbst versorgen. Wir werden die Eltern der Kinder einladen, mit zu machen, damit auch sie in den Genuss von eigenem Obst und Gemüse kommen.  

Jeden Tag wird es in Brasilien schwieriger, einen Job zu finden. Nur wer hoch qualifiziert ist, bekommt eine Anstellung. Für die meisten Brasilianer, ganz speziell für die Leute hier in Bahia und im Norden von Brasilien heisst das, dass sie keine Chance haben eine Arbeit zu finden. Viele versuchen es trotzdem in der Hoffnung, in den grossen Städten einen Job zu finden. Sehr viel enden dann im Alkohol, die Mädchen werden schwanger oder Prostituierte.  

Roberto Rodriques, einer unser Lehrer erzählt:

„Als ich im Kinderhaus angefangen habe zu arbeiten, fragte ich mich, wie es möglich sein sollte,  diese Kinder zu unterrichten!? Die Kinder störten dauernd den Unterricht, waren rebellisch und aggressiv!

Eines dieser Kinder heisst Rafael. Er ist 10 Jahre alt. Wenn er im Kinderhaus war, ärgerte er ständig andere Kinder. Auch den Lehrern gegenüber war er sehr aggressiv. Seine Mutter drohte, ihn in ein Heim zu geben. Sie war überfordert mit dieser Situation. Wir haben angefangen, uns mehr mit ihm zu beschäftigen. Wir beteten für ihn und zeigten ihm jeden Tag, dass er geliebt wird. Es brauchte seine Zeit, aber heute können wir sehen: er ist verändert. Nicht nur äusserlich, sondern auch in seinem Herzen.

Bei vielen Kindern dürfen wir diese Veränderung sehen, bei einigen geschieht es sofort und bei anderen braucht es Zeit. Heute kann ich sagen: Diese Arbeit lohnt sich auf jeden Fall! Ich bin motiviert, mich in diese Kinder zu investieren. Das Projekt hinterlässt Spuren. Die positive Veränderung, ist auch für die Bevölkerung, sichtbar.“ 

Wir machen motiviert weiter und beten, dass noch mehr Menschen sich mit uns auf den Weg machen, den Menschen in Lustosa Hoffnung, Liebe und ein neues Leben durch Jesus Christus zu bringen. 

Wir danken allen, die uns mit ihren Gebeten, Interesse und Finanzen unterstützen! 

Seid reich gesegnet! 

Liebe Grüsse

Paulo

 

 

 

 

 

 

 

 

April 2008

Den ganzen April durfte ich (Sandra), in Brasilien verbringen. Drei Wochen war ich in Lustosa, wo unser Kinderhaus ist, und eine Woche am Meer. Nach zwei Wochen reiste meine Familie nach. Ich holte sie am Flughafen ab und weiter ging es an den Strand und die Stadt Salvador besichtigen. Nach einer Woche reisten wir nach Lustosa. Ich habe mich sehr gefreut meiner Familie unser Kinderhaus zu zeigen, und dass sie unsere Mitarbeiter und die Kinder kennen lernen konnten. 

Mit Freuden konnte ich mit eigenen Augen sehen wie alles, was wir das letzte Jahr auf Papier gebracht hatten, umgesetzt wurde. Ein herzliches Dankeschön an Paulo & Lucia! 

Die interessierten Familien konnten inzwischen für ihr Kind eine Anmeldung ausfüllen. Danach wurde geprüft, ob diese Familie Unterstützung braucht oder nicht. 80 Kinder kommen täglich. Die grösseren am Morgen die kleineren am Nachmittag. Jedes Kind, das in unser Haus kommt, ist verpflichtet die öffentliche Schule zu besuchen. Nach einer Andacht und einem Frühstück, werden Aufgaben gemacht, auf Prüfungen gelernt und ergänzend zur Schule unterrichtet. Vielen Kindern fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Sie zu unterrichten oder mit ihnen die Aufgaben zu machen, braucht viel Kraft. Sie sind in drei Klassen eingeteilt mit 1-2 Lehrer/innen.

 

Ca. 10.30 Uhr ist dann der Unterricht vorbei. Dann ist Zeit für Spiel, Basteln, Bewegung etc. Ich staunte wie bescheiden die Kinder sind. Sie haben zu Hause nur wenig oder auch gar keine Spielsachen. - Aber deshalb fehlt oft auch der angemessene Umgang mit den Sachen. Oft geht etwas kaputt… Sie haben sich übrigens riesig gefreut über die Knete die ich mitgebracht habe, die Puzzles und Spiele oder das Indianerzelt etc. Vielen Dank für alles, was Ihr mir mitgegeben habt!!!! 

Eine Gruppe von Mädchen bekommt Unterricht in Häkeln und Sticken. Um 11.30 Uhr gibt es Mittagessen. Das Essen ist sehr abwechslungsreich und täglich gibt es Salat und/oder Gemüse! Nach dem Essen verabschieden sich die Kinder und schon kommen die kleineren, die morgens Schule hatten. Dazwischen wird das Geschirr abgewaschen und geputzt. Um 13.00 Uhr startet der Unterricht bis ca. 15.15 Uhr. Danach ist Spielzeit. Dann gibt es einen „Z’vieri“. Manchmal sind das Butterbrote oder das gleiche wie zu Mittag oder eine Suppe. Auch am Nachmittag sind es wieder 3 Klassen. Zwischen 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr leert sich dann das Kinderhaus und alles wird wieder geputzt und abgewaschen. 

Das Haus ist geöffnet von Montag bis Donnerstag. Am Freitag ist der Tag an dem die Familien besucht werden. Immer in Teams von jeweils 2-3 Mitarbeitern. Es ist auch der Tag an dem gründlich geputzt wird und die Teamsitzung stattfindet.

Am Samstag wird der Sonntagsbrunch für die Kinder und die Eltern vorbereitet. Der Sonntagsbrunch ist ein Highlight für die Kinder. Am Anfang des Festes gibt es einen christlichen Input und Lieder. Danach haben die Kinder die Gelegenheit, Tänze vorzuführen oder Theater zu spielen. Einmal im Monat werden alle Geburtstage des Monats gefeiert. Natürlich gibt es da etwas Feines zu essen und zu trinken! 

Ich bin so dankbar für die guten Mitarbeiter die wir inzwischen haben. Momentan haben wir vier Mitarbeiter und drei die als Freiwillige arbeiten. Sie haben alle ein Herz für die Kinder. Den freiwilligen Mitarbeitern möchten wir auch einen Lohn zahlen, da wir auf sie und sie auf uns (!) angewiesen sind. Das wäre der nächste Vertrauensschritt: zu glauben, dass wir genug Spenden haben, um all die Löhne, Miete und Lebensmittel zu bezahlen...

 Unsere Mitarbeiter: Auf dem Photo fehlt leider Emilton 

Wir freuen uns über das gute Feedback der örtlichen Schule. Die Kinder in unserem Projekt haben sich schulisch  bereits sehr verbessert!!  

Gerade im Staate Bahia (wo wir arbeiten) ist es erschreckend, wie verwahrlost die Kinder aufwachsen. Für die meisten gibt es keine Liebe oder Erziehung von Seiten der Eltern. Es wird geschlagen, nicht erklärt. Man widmet dem Kind keine Zeit oder Aufmerksamkeit. Das hinterlässt Spuren. Viele Kinder haben auch Lernschwächen oder leichte Behinderungen, durch Inzest oder weil sie nicht die angemessene Therapie bekommen. Deshalb fällt es vielen schwer, sich sozial zu verhalten. Es wird geprügelt und Aggressivität ist für viele die einzige Sprache die sie kennen. Es gibt viele Kinder, die nicht wissen wie man spielt oder die gar nicht spielen wollen, sich total zurückgezogen haben. Es hat mich immer sehr berührt, wenn ich spontan einem Kind z.B die Hand auf den Rücken gelegt habe und gespürt habe wie angespannt und verkrampft der ganze Körper ist und wie er sich dann unter der Berührung oder der lieben Worten entspannt hat und das Kind aufgehört hat gewalttätig zu sein.  

Als ich da war, hat ein Mädchen den Vater verloren. Ein paar Tage später musste sie eine Nasenoperation durchführen lassen. Leider haben wir bis jetzt nichts von ihr gehört. Sie ist immer noch mit ihrer Familie in Salvador. Bitte betet für sie und ihre Familie.  

Da bin ich schon bei unseren Anliegen angekommen: Es geht um ein Projekt, das wir „Praying Adopt“ nennen. Ich habe die „Gebetspässe“ (fast) fertig: Auf Karten hat es als erstes eine Zeichnung des Kindes oder des Mitarbeiters. Wenn man den Pass aufmacht sieht man ein Photo des Kindes und seine Anliegen plus Infos wie Alter, sein Traum oder Information über die Familie. Also falls Ihr Euch angesprochen fühlt, für eines oder mehrere Kinder und ihre Familien zu beten, meldet euch bitte bei Birgit oder mir! 

Ihr könnt mir glauben, ich könnte noch so viel mehr schreiben… Falls Ihr mehr wissen wollt oder Fragen zum Projekt habt: BITTE fragt mich einfach – ich freue mich!! 

Danke für Eure Geduld und Euer Interesse!

Liebi Grüss und bhüt Eu Gott

Sandra und das ganze Team in der Schweiz und in Brasilien

 

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Oktober Newsletter 2007

Ab 5. Okt. war ich, Sandra, für 2 Wochen in Brasilien. Nach ein paar Tagen Besichtigungstour in Salvador de Bahia sind wir in Lustosa angekommen. Lustosa ist die Stadt auf einem Hügel, in der wir ein Kinderhaus eröffnen wollen. Die Stadt hat ca. 1000 Einwohner. Die meisten Leute hier sind sehr arm und arbeitslos.

Morgens bereiteten wir eine Mahlzeit für ca. 80 Kinder vor und brachten das Essen in die Schule. Nachmittags besuchten wir Familien, deckten uns mit Mal- und Bastelsachen und was es noch alles braucht ein, oder besprachen die nächsten Schritte. Das Haus in dem Paulo zur Zeit wohnt ist gross genug, um mit der Kinderarbeit zu starten. Ab November kommen die ersten Kinder. Wir wollen so schnell wie möglich das Haus für Kinder von 6-12 Jahren öffnen.

Paulos Schwester Luzia ist hier um sich alles anzuschauen und zu überlegen, ob sie nach Lustosa kommen will, um für hope4kids zu arbeiten. Wir hoffen sehr, dass wir sie im Team aufnehmen können.

Am Mittwoch machte die Schule einen Ausflug auf eine Jacara (einen Landsitz der Reichen). Dort gab es viele Tiere zu bestaunen und sogar die Altstadt von Salvador als Häuseratrappe. Es gab Hot dog für die Kinder und Spiele und Stifte, die wir für die Schule kauften, dank einer Schweizer Spende.

Am Freitag den 12. Okt ist Tag der Kinder in Brasilien. Es gab ein Fest für die Kinder mit Tanz und Choreographie etc.

Eine Familie die wir besuchten, erzählten uns unter Tränen, dass sie umziehen müssen und keine neue Unterkunft finden. Sie haben neun Kinder und sind sehr arm. Da sie eine behinderte Tochter haben, will sie niemand aufnehmen. Die Tochter hat eine Hautkrankheit, kann sich nur schleppend fortbewegen und ist blind auf einem Auge. Paulo will sie abklären lassen, ob man ihr nicht helfen kann.

(Leider ist auf dem Photo nicht die ganze Familie abegbildet.)

 

Da ich schon öfter gefragt wurde, ob wir auch Patenschaften anbieten, möchte ich fragen, ob jemand bereit wäre, diese Familie monatlich mit CHF 50.- zu unterstützen? Das wäre der Betrag der Miete, so dass die Familie ein Haus mieten kann.

In einer anderen Familie die wir besuchten, waren 2 von 4 Kindern krank. Es lag Erbrochenes von der ältesten Tochter auf dem Boden. Der Jüngste hatte Fieber. Die Mutter war nicht zu Hause. Überall um das Haus lag Schmutz und dreckiges Geschirr und Esswaren herum. Und dies ist nur eine von vielen Familien, die nur eine Feuerstelle hinter dem Haus hat um zu kochen.

Die meisten Menschen wachsen hier auf, heiraten und sterben auch hier. Das Problem ist, dass es hier in Lustosa keine Möglichkeit für eine weiterführende Schule gibt, keine Ausbildungsmöglichkeiten oder Arbeit.

Die Menschen in Lustosa sind sehr freundliche und frohe Menschen. Ständig kommt jemand vorbei auf einen Schwatz oder bringt etwas zu essen. Sie haben aber leider auch sehr wenig Eigenmotivation.

Dies sind ein paar Eindrücke und die neusten News von hope4kids. Als nächsten Schritt wird hope4kids die Kindertagesstätte einrichten und eröffnen. Wir wollen den Kindern, ähnlich wie in Goiania, die Möglichkeit bieten zu essen, zu spielen und zu duschen. Einen Ort der Geborgenheit, der die Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung bietet.

Seid ganz lieb gegrüsst

Sandra und das hope4kids Team

 

Newsletter August 2007

Seit August wohne ich in Lustosa, das ist in der Nähe von Salvador de Bahia.

Den ganzen Juli habe ich an einer Weiterbildung für Missionare in Belo Horizonte teilgenommen. Es waren sehr interessante und lehrreiche Wochen. Nun bin ich hier und es kommt mir vor, als wäre ich ein Fremder im eigenen Land. Die Kultur, die Sprache und das Essen unterscheiden sich sehr vom Rest von Brasilien. Lustosa befindet sich auf einem Hügel und ist abgeschnitten vom Rest der Welt: Kein Telefon, kein Internet oder Supermarkt. Es leben etwas 2500 Menschen hier, die meisten sind Kinder oder Teenager. Fast alle hier sind Analphabeten und haben keine Ausbildung. Die einen arbeiten auf dem Feld und bekommen ca. 2 Euro am Tag, plus eine kleine Unterstützung vom Staat.

Ich habe erstmal für drei Monate ein Haus gemietet. Nach dieser Zeit weiss ich, ob ich weiter hier wohnen will, oder lieber in eine der grösseren Städte in der Gegend ziehen werde. Dass ich hier wohne gibt mir die Möglichkeit, schneller mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen und heraus zu finden, was es am nötigsten braucht. Von der örtlichen Kirche wurde ich sehr herzlich empfangen. In der Kirche fand ich Freiwillige die mir helfen. Seit letzter Woche bereiten wir jeden Morgen eine Mahlzeit für 80 Kinder vor und bringen sie in die Schule. Seit diesem Jahr bekommen diese Kinder (4-6 Jahre) kein Essen mehr von der Schule. Der Lehrer sagte uns, dass immer wieder Kinder während des Unterrichts kollabieren vor Hunger.

 

Die Schule der Kinder ist sehr alt und in einem sehr schlechten Zustand. Die Schulzimmer sind dunkel und kalt. Die Toiletten miserabel. Es gibt keine Spiele oder einen Spielplatz.

 

In Lustosa gibt es ein grosses Spiritistenhaus im Ort (Kardecist) und ein Macumbahaus. Wir spüren diese spiritistische Atmosphäre sehr stark. Die Freiwilligen und ich beten jeden Tag eine Stunde miteinander, dass das Dunkle weichen muss und für Veränderung.

Bitte betet für mich und meine Familie um Schutz und dass Gott zeigt, was als nächstes dran ist.

God bless you

Paulo

 

Newsletter März 2007

Missao:

Bevor wir am 05. Februar starteten haben wir das Kinderhaus renoviert und die Wände gestrichen. Momentan kommen 60 Kinder in die Missao. Das jüngste Kind ist Karen. Sie ist fünf Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater ihrem Bruder (13) und ihrer Schwester (14). Karen kommt sehr gerne in die Maissao. Sie ist eines der Kinder, die an unserem Zahnarzt-Projekt teilnimmt.

Zahnarzt:

Die meisten Kinder waren noch nie bei einem Zahnarzt. Sie haben vielfach sehr schlechte Zähne und klagen über Schmerzen. Seit anfangs März konnten wir mit fünf Kindern zum Zahnarzt gehen und sie wurden von ihren Schmerzen erlöst.

Familien:

Wenn wir die Familien der Kinder besuchen, sind wir immer wieder schockiert, über die grosse Armut mit denen die Familien zu kämpfen haben!

Vor kurzem besuchte ich eine Mutter mit sieben Kindern, die schwanger mit dem achten Kind war. Sie ist eine alleinerziehende Mutter. Sie wohnt in einem gemieteten Haus in zwei!! Räumen. Wir brachten ihr einen Wasserfilter. Ihre Kinder klagten über Bauchschmerzen, weil sie das Wasser ungefiltert tranken. Letzten Woche kam das Baby zur Welt. Es ist ein Mädchen und heisst Julia. Ich besuchte die Familie an einem Nachmittag. Die Kinder waren sehr hungrig, denn sie hatten noch nichts gegessen an diesem Tag. Es gab kein Essen im Haus. Das ist nur eine Geschichte, von den 60 Familien, denen wir versuchen zu helfen.

Fussball:

Wir haben ein neues Projekt gestartet: ein Fussballteam mit 14. und 15. jährigen Jungs. Am Montag und Mittwoch trainieren wir zusammen. Es kommen 14 Jungs und wir haben viel Spass! Eine Regel besagt, dass die Jugendlichen, die mitmachen wollen, sich in der Schule Mühe geben müssen und jeden Monat einen Schulrapport bringen. So werden die Kinder vor einem Leben auf der Strasse geschützt und auch vor Drogen. Sie werden evangelisiert und so motiviert für eine bessere Zukunft.

Carneval-Camp:

Mit 8 Kindern sind wir an einem verlängerten Wochenende auf eine Farm gefahren. Dort fand eine Freizeit, von einer grossen Kirche, in Goiania mit dem Namen „Encontro com Deus“ statt. Das Ziel war, die Kinder in der kritischen Karnevalzeit vor den Festen auf der Strasse und den alkoholisierten Eltern zu schützen. Diese drei Tage waren eine super Zeit in der die Kinder Theater spielten, Spiele machen konnten und z.B auch ein spezielles Nachtessen geniessen konnten. Sie hörten von der Liebe von Jesus, von Sünde und Vergebung, Heilung und dem heiligen Geist. Ein Junge sagte zu mir: Onkel Paulo, das waren die besten drei Tage meines Lebens!“ Am letzten Tag wollte kein Kind nach Hause!

 

Newsletter Februar 2007

Vom 27.01 bis am 09.02.2007 war ich (Sandra) in Goiania. Die Missao war die erste Woche immer noch zu. Wir haben die Zeit genutzt um zu renovieren. Die Wände zu streichen, die Küche zu putzen und alles vorbereitet, wenn die Kinder am Montag dann kommen. Paulo und andere fleissige Helfer haben schon die Woche davor mit streichen begonnen. Wie es so ist, gibt es dann doch mehr arbeit als man anfangs denkt. Paulo und ich hatten auch viel Zeit auszutauschen, Jahresrückblick zu machen und unsere Visionen für das kommende Jahr aufzulisten. Momentan kommen 45 Kinder in die Missao.

Dieses Wochenende fängt der Karneval an. Es ist ein Zeit der Feste aber auch eine Zeit der Not. Es fliesst sehr viel Alkohol, es gibt mehr Gewalt und sexuellen Missbrauch. Eine christliche Gemeinde in der Nähe organisiert ein Camp für die Kinder über das erste Karneval-Wochenende. Die Kinder machen Urlaub auf einer Jacara, das ist ein Bauernhof auf dem Lande. So sind die Kinder geschützt und haben Zeit für Spiel und Spass. Bis jetzt haben sich 12 Kinder angemeldet. Bitte betet, dass sich noch viele anmelden und es eine segensreiche Zeit wird für die Leiter und die Kinder.

Dank grosszügigen Spenden können wir mit den Kindern die Zahnprobleme oder gesundheitliche Probleme haben zum Zahnarzt oder Arzt gehen. Für viele ist es der erste Besuch bei einem Arzt.

Dieses Jahr möchten wir vermehrt mit den Eltern der Kinder arbeiten. Hausbesuche, Workshops für die Eltern, praktische Hilfe wo nötig und sie mehr in unsere Arbeit integrieren.

Wir möchten gerne Gebetspatenschaften anbieten. Das heisst wer Interesse hat kann sich bei mir oder Birgit Troschel melden. Wir geben Euch dann, einen Gebetspass mit einem Photo des Kindes und Informationen über seinen Hintergrund und seine Gebetsanliegen. Die Idee ist, dass man das Kind in seine Gebetszeit nimmt und regelmässig für das Kind und seine Familie betet.

Da viele Kinder sehr schlecht lesen, haben sie die Möglichkeit, freiwillig ein Blatt mit nach Hause zu nehmen und den Text eine Woche zu üben. Dann wird er der Lehrerin vorgelesen. Wenn es gut liest bekommt es einen Stern. Bei 8 Sternen, dürfen die Kinder mit auf einen Ausflug z. B ins Planetarium oder in einen Kinderpark etc. Das ist ein Projekt der Sozialarbeiterin. Wir sind sehr dankbar für Ihre Arbeit!

In diesem Jahr möchten wir in den Schulferien, das ist im Juli 4 Wochen und im Dezember/Januar 6 Wochen, ein Programm von 2 Wochen, für die Kinder, anbieten. Im Juli soll wie letztes Jahr, da es ein grosser Erfolg war, ein Bibelkurs stattfinden. Wer gerne in dieser Zeit mithelfen möchte, vor Ort, das wäre ganz toll. Mit und ohne portugiesische Kenntnisse wird es bestimmt eine wertvolle und gesegnete Zeit werden. Also wenn du mal Missionasluft schnuppern möchtest, wäre das eine Gelegenheit. Natürlich stehen die Türen auch sonst offen, das Werk mal mit eigenen Augen zu sehen oder auch mitzuarbeiten.

Tais Haus konnte, dank Spenden von einer deutschen Gemeinde und hope4kids, soweit fertig gestellt werden, dass die Familie Weihnachten in ihrem neuen Haus verbringen konnten. Nun hat die fünfköpfige Familie 2 Zimmer und ein Bad. Jetzt fehlt nur noch der Anstrich.

Joao, der Junge der an Leukämie erkrankt ist, ist immer noch in Behandlung. Gerade diese Woche muss er wieder für 9 Tage eine Chemotherapie im Spital machen lassen. Die Aerzte können bis jetzt noch nicht sagen ob er wieder gesund wird. Paulo besucht ihn regelmässig, ich ging auch 2mal mit. Joao sieht sehr traurig aus. Da im alle Haare ausgefallen sind, schämt er sich raus zu gehen. Er ist sehr einsam. In der ersten Woche hat Joao uns erzählt, sein Vater arbeite in einer Bar. Nicht gerade der ideale Ort für einen Alkoholiker. Letzte Woche war dann sein Vater da als wir kamen. Er erzählte uns, dass er jetzt arbeitslos sei und wirklich mit dem trinken aufhören möchte. Bitte betet auch für Joao und seine Familie. Seine Mutter ist weg. Er lebt im Armenviertel mit seinem Vater und der Grossmutter. Seine anderen Geschwister leben bei der anderen Grossmutter

Der gütige Gott möge über Euch wachen

 

Dezember 2006  

Dies ist mein letzter Newsletter für dieses Jahr und es ist auch ein Jahresrückblick. 

hope4kids ist das Resultat eines Traumes, und ich glaube, dass dieser Traum direkt aus dem Herzen Gottes kommt. Und durch diesen Traum konnten schon viele Herzen verändert werden.

Ich hätte nie gedacht, einmal in Goiania zu leben. Vor 10 Monaten hat Gott mich dahin gesandt. Am Anfang war es für mich sehr schwierig. Obwohl es im gleichen Land ist, nur in einem anderen Staat, ist es hier ganz anders: Das Wetter, die Kultur, wie die Menschen denken etc. 

Unsere Projekte im ersten Halbjahr:

-         Eine Ernährungsberaterin half uns, die Ernährung der Kinder durch vielseitigere Zutaten mit mehr Vitaminen zu verbessern. Die Kinder wurden in das Programm ebenfalls miteinbezogen und gewogen

-         Viele Kinder bekamen eine zahnärztliche Behandlung. Für die meisten war es der erste Besuch bei einem Zahnarzt, der dringend nötig war

-         Jeden Dienstagabend findet ein Kinder-Gospel-Strassenprogramm im Armenviertel statt

-         Es entstand ein neues Kindertanzprogramm. Die Kinder hatten sogar schon eine Aufführung im städtischen Theater

-         Die Kinder können einen Computer-Kurs besuchen 

Die zweite Jahreshälfte hat sehr schwierig begonnen, da der Staat kein Geld mehr bezahlte und überall gespart werden musste. Nur durch Spenden konnte die Arbeit fortgesetzt werden. Aber Gott hat für uns gesorgt und die Arbeit konnte weiter gehen.

Unsere Projekte im zweiten Halbjahr:

-         Die Hütte von Tais (ein Kind, aus dem Projekt), in der sie zusammen mit ihrer Mutter und Ihren Geschwistern lebt, wurde erst abgerissen und dann ganz neu gebaut, - mit mehr Platz. Sie bekam ein Bett, damit sie nicht mehr auf dem Boden schlafen muss und auch das Dach ist jetzt dicht

-         Wir sind sehr dankbar, eine Psychologin gefunden zu haben. Sie schult uns einmal im Monat

-         Jetzt haben wir auch eine Sozialarbeiterin, die eine wertvolle Unterstützung ist

-         Joao (Name geändert), der an Leukämie erkrankte Junge, (der sehr schlechte Aussichten hatte), ist auf dem Weg zur Besserung! Gott sei Dank! Wir konnten einen guten Doktor und ein gutes Kinderkrankenhaus finden, in dem er sehr gut behandelt und betreut wird

-         Für ein besseres Selbstvertrauen und Körpergefühl der Kinder wurden Capoeira (ein brasilianischer Tanz) Lektionen durchgeführt – das erste Team hat letzte Woche seinen Abschluss gemacht.  

Fast 80 Kinder im Alter von 6 – 14 Jahren gingen in der Missao dieses Jahr ein und aus. Sie wurden ernährt und hörten die Botschaft von Jesus. 

Für das nächste Jahr haben wir grosse Pläne. Einer davon ist ein Nachmittags-programm für die Kinder ab 14 Jahren anzubieten. Ein Programm, das den Kindern die Möglichkeit gibt einen Beruf zu erlernen. Bitte betet für diesen Projekt!!! 

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für alle Spenden und für Eure Gebete bedanken! Muito Obrigado! 

Diese Unterstützung ist so wichtig für die Kinder! Auch wenn die Schweiz viele Kilometer von Brasilien entfernt ist, kannst Du dazu beitragen, die Zukunft der Kinder zu verbessern. Es wäre schön, wenn Du eines Tages nach Goiania kommen könntest und siehst, wie Kinderherzen verändert werden: Mit Deiner Hilfe!

„Es wird in Eurem Land immer Arme geben. Deshalb befehle ich euch: Helft den Menschen grosszügig, die in Armut und Not geraten sind!“

5.Mose Vers 11

Feliz Natal

Paulo

 

Joao

In den letzten Wochen habe ich fast täglich Joao besucht. (Wir haben im letzten Newsletter über ihn berichtet.) Es geht ihm gar nicht gut. Manchmal hat er hohes Fieber und Schmerzen in den Beinen, dass er fast nicht mehr gehen kann. Letzte Woche waren wir beim Arzt und er meinte, er habe einen ernsthaften Herzfehler. Gestern war ich mit ihm bei einem Herzspezialisten und dieser meinte, er glaube Joao habe Leukemie. Am Montag werden wir im Spital Test’s machen lassen. Bitte betet, dass es keine Leukemie ist! Joao’s Grossmutter, die 60 Jahre alt ist und als Putzfrau arbeitet, kümmert sich um ihn. Seine Eltern, die beide Alkoholiker sind, haben ihn verlassen. Seine Kindheit war bis jetzt alles andere als normal. Ich bete, dass Gott Freude, Ruhe und Zufriedenheit in sein Leben bringt, die er bis jetzt nicht kannte.

Treffen mit der Sozialarbeiterin und dem Psychologen

Seit letztem Monat haben wir eine Sozialarbeiterin und einen Psychologen, die ehrenamtlich mit uns arbeiten. Die Sozialarbeiterin kommt gewöhnlich einmal die Woche. Wir erarbeiten soziale und Lernprojekte für die Kinder. Wir möchten mehr über ihre Situation in Erfahrung bringen und ihre Familien erreichen.

Der Psychologe kommt einmal im Monat. Im ersten Teil haben wir gelernt, warum die Kinder aggressiv und grob sind. Wie wir ihre Herzen erreichen können und ihr Vertrauen.

Tais Haus

Wir mussten Tais Haus ganz abreissen und es neu aufbauen. Dank vielen Spenden und fleissigen Arbeitern steht jetzt schon die Mauer. Nächste Woche wird gestrichen und wir hoffen, bis Mitte November fertig zu sein. Tais freut sich riesig und fragt jeden Tag, wenn den das Haus fertig sei.         

Paulo schreibt

I feel so distant to help this people…but I know I have this opportunity and I will try to do my best… I ask Jesus to strengthen me and does not let me fail on this mission… I need your prayers!!! Every day is a challenge… I feel like swimming against waves in a big ocean!!!!”

( Ich fühle mich so hilflos, aber ich werde die Möglichkeiten die ich habe nutzen und mein Bestes geben, um den Menschen zu helfen. Ich bitte Jesus mich zu stärken und zu schützen. Ich brauche Eure Gebete! Ich fühle mich wie ein Schwimmer der gegen die Wellen kämpft.

God bless you,

Paulo Gonçalves – Goiânia / Brasil

 

 

 

>Newsletter Oktober 2006

Die Unterdrückten finden bei Gott Zuflucht. In schweren Zeiten beschützt er sie. Ps 9 Vers. 10

Wir sind sehr dankbar für Gottes Zusage, dass Er sich um die Schwachen kümmert, die Not in der armen Bevölkerung Brasiliens ist riesig…. Aber als erstes wollen wir Euch herzlich danken für Eure Gebete und Spenden! Dankbar sind wir auch für den Zeitungsartikel über hope4kids in der Zürichsee Zeitung. Wir wurden angefragt und sagten gerne zu. Es war eine einmalige Chance hope4kids bekannter zu machen und auf unsere Arbeit hinzuweisen.  Dass der Artikel sooo gross sein würde, war eine positive Ueberraschung für uns. Ebenfalls eine grosse Freude und Gebetserhörung war, dass der Staat anfangs September eine Geldüberweisung gemacht hat.Ob nun wieder regelmässig Geld kommt, oder nicht, wird sich noch zeigen. Das letzte Semester war sehr hart für das Team in Goiania. Das fehlende Geld war auch der Grund warum vorübergehend nur 35 Kinder kommen konnten, anstatt 50. Jetzt sind wieder Neue dazu gekommen. Gott sei Dank!

Regelmässig besucht das Team die Familien der Kinder, die in die Missao kommen und versucht zu helfen und ihnen Gottes Wort weiter zu geben. Die Familien freuen sich, wenn man vorbei kommt. Wenn man in die Häuser geht sieht man z.B. 9 Personen in einem kleinen Haus mit 3 Räumen und miserablen hygienischen Konditionen wohnen, die meisten Häuser sind dunkel und ohne Fenster. Der Boden ist aus Erde und die Möbel sind Kartonschachteln, Plastiksäcken oder sehen aus wie von der Müllhalde. Da wundert es nicht wenn die Kinder aggressiv sind. Sie leben ohne richtiges Zuhause und ohne Liebe. Die Hoffnungslosigkeit ist gross! Viele haben nicht mehr als 69 Dollar im Monat. Sie sind arbeitslos, haben keine Ausbildung und das Schlimmste ist, viele können nicht schreiben oder lesen. Vor ein paar Wochen besuchte Paulo einen 25 Jahre alten Vater und schenkte ihm eine Bibel. Der Mann sagte, er könne nicht lesen, er sei ein Analphabet. In den nächsten Wochen wird Tais’s Haus neu gemacht. (Wir berichteten von ihrer Familie im letzten Newsletter.) Das Geld wurde von einer Gemeinde in Deutschland gespendet. Gebaut wird es von Leuten von dem Missao-Team und dem Armenviertel. Eine Architektin aus der Gemeinde zeichnete gratis die Pläne. Regelmässig kommt ein Psychologe und unterrichtet die Lehrer/innen und Betreuer/innen damit sie die zum Teil schwer traumatisierten Kinder besser verstehen und ihnen helfen können. Auch eine Sozialarbeiterin arbeitet mit uns. Sie macht Vorschläge wie man wirkungsvoller Helfen kann etc. Es ist ein Meeting geplant mit allen Eltern. Beide arbeiten umsonst! Wie sind sehr dankbar für Ihren Einsatz! Bitte betet, dass viele kommen und bereit sind für Veränderung. 

Heute möchten wir Euch Joao vorstellen: (die Namen, der Kinder, die wir vorstellen sind geändert. Da der Newsletter auch ins Internet kommt.) Er ist 15 Jahre alt und kommt in unsere Missao. Er lebt mit seinen alkoholkranken und ständig streitenden Eltern im Armenviertel. Als er vor 5 Jahren in die Missao kam war er sehr aggressiv, weil er zu Hause nie Liebe bekam und hatte sehr traurige Augen. Tag für Tag begann er sich zu ändern und öffnete sein Herz Jesus. Er wurde zu einem fröhlichen Jungen. Leider sind seine Eltern immer noch alkoholkrank, was Joao sehr belastet. Vor ein paar Wochen fühlte sich Joao gar nicht gut und er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dort stellte man fest, dass er einen sehr komplizierten Herzfehler hat. Er konnte das Spital wieder verlassen, aber es geht ihm gar nicht gut. Er müsste eine sehr komplizierte Herzoperation erhalten, aber der Arzt befürchtet, dass er nicht überleben könnte. Es stehen weitere Untersuchungen an.

Bitte betet für diesen Jungen! Auch das Team vor Ort braucht immer wieder Gebetsunterstützung. Für neue Kraft, Weisheit, Liebe und Geduld für die Kinder und Einheit als Team. Wir möchten Euch nochmals für alle Unterstützung danken und schicken Euch eine herzliche Umarmung Euer hope4kids Team 

 

Newsletter August 2006

Viel zu viel Zeit ist vergangen seit dem letzten Brief. Von nun an werdet Ihr fleissiger von uns hören. Wir hoffen Ihr hattet einen schönen Sommer?!

 

Seit dem 30. Juli ist die Missao wieder offen, nach 4 Wochen Winterferien, in denen in der letzten Ferienwoche für die Kinder eine Bibelschule gehalten wurde. Es war eine sehr gute und gesegnete Woche! Leider war der Start hart. Am Montagmorgen musste das Team feststellen, dass kein Wasser floss, da die letzte Rechnung nicht bezahlt werden konnte. Seit letzten November blieb leider das Geld von der Regierung aus. So war es jeden Monat ein Kampf, das nötige Geld zusammen zu bringen. Nun hat, Gott sei Dank, der Staat den Vertrag für die monatliche Unterstützung unterschrieben, aber wann das Geld kommt weiss niemand. Im Oktober sind Wahlen, da wird viel Geld in Wahlkampagnen gesteckt. Wir hoffen, dass ab November die Regierung das Geld wieder bezahlt.

 

Seit Mai haben wir jeden Dienstagabend eine „Worshiptime“ ab. Es kommen ca. 20 Kinder und auch Erwachsene hören gerne zu. Die Kinder lieben das Singen und die gemeinsame Zeit, und wir auch!

 

Auch machen wir wieder regelmässige Hausebesuche. So lernen wir die familiäre Situation der Kinder besser kennen und können helfen, wo es nötig und möglich ist.

Seit dem Frühjahr haben wir jede Woche "Capoeira" Tanzlektionen. "Capoeira" wird von Musik begleitet und ist ein Tanz bei dem es um Geschicklichkeit, Ausdauer und Spass geht. "Capoeira"-Projekte gibt es in ganz Brasilien. Man will Strassenkindern eine bessere Zukunftsperspektive gegeben, da "Capoeira" ihnen auch Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl vermittelt.

 

Im Juni war eine deutsche Reisegruppe mit Hildegard Schneider (Worldwidewings) und Birgit Troschel (hope4kids) hier. Wir hatten eine gute Zeit zusammen und auch die Möglichkeit, zwei ähnliche Projekte in der Umgebung zu besichtigen. Es tat gut, Zeit zu haben um auszutauschen und vieles zu besprechen.

 

Anika, die ein freiwilliges soziales Jahr macht in der Missao, wurde von einem Krankenwagen, der mit Blaulicht unterwegs war, angefahren. Sie musste mit einem 3-fachen Beinbruch ins Spital gebracht und operiert werden. Es war eine sehr strenge Zeit, da ständig jemand vom Team krank war. Anika wohnt momentan bei einer brasilianischen Familie, es geht ihr schon viel besser.

 

So kommen nun wieder, von Montag bis Freitag, ca. 50 Kinder. Sie bekommen Frühstück und Mittagessen. Es wird mit ihnen gespielt, English oder Computer gelernt, oder auch Aufgabenhilfe geleistet. Viele Kinder sind traumatisiert durch Missbrauch und Gewalt. Die Missao soll ein Ort der Geborgenheit und Liebe sein, wo die Kinder zur Ruhe kommen können, geliebt und angenommen werden. Diese Liebe kommt nur von Jesus. Diese Liebe gibt ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft und versucht Wunden zu lindern.

 

Neu, möchten wir Euch in jedem Newsletter ein Kind vorstellen, das zu uns in die Missao kommt: Tais ist ein „herziges“ Mädchen von 6 Jahren. Sie lebt mit ihrer Mutter, zwei Brüdern (André 15 Jahre und Guilherme 9 Jahre) und einer Schwester  (Débora 3 Jahre) in einem kleinen Haus mit 2 Zimmern und einem Bad. Eine Tochter wohnt bei einer Tante „wegen Platzmangel“. Tais Mutter arbeitet als Putzfrau. Vor einiger Zeit weinte Tais und als ich sie nach dem Grund fragte, sagte sie, sie habe Schmerzen in den Beinen. Als ich ihre Familie besuchte, war ich wirklich schockiert! Das Haus ist eng (keine Ahnung wie sich 5 Menschen darin bewegen können) und wenn es regnet ist in der Hütte alles nass, ganz zu schweigen von den Stromkabeln die an der Decke hängen und die bei Regen jeder Zeit einen Brand auslösen könnten. Die Wände und der Boden sind feucht. In dem Haus gibt es nur 2 Betten für alle. Tais muss als einzige, auf einer sehr dünnen Matratze auf dem Boden schlafen. Wir kauften ihr ein Bett, das man unter das Bett der Mutter schieben kann, da der Raum zu klein ist für ein weiteres Bett. Sie hat sich darüber riesig gefreut! Seit sie das Bett hat sind auch ihre Schmerzen verschwunden. Das Haus wird dank einer Spende von einer deutschen Gemeinde bald renoviert.

 

NEWSLETTER APRIL 2006

Brasilien />

In einem Land, in dem 61 Millionen Kinder und Teenager leben; in einem Land, in dem 27.4 Millionen Menschen sehr arm sind; in einem Land, in dem Familien mit weniger als 120.00 Reais (weniger als 70.- USD) im Monat leben müssen. Viele die täglich nicht mehr als 4 Reais ( ca. 2 USD) für Essen, wohnen Kleider, Transport etc. haben, ist es ein täglicher Kampf ums Ueberleben. Auch in Goiania ist es nicht anders. Ich sehe die Armut in den Familien und das Ueberleben von einem Tag zum anderen.

Mission

Momentan kommen 50 Kinder in die Mission. Sie erhalten dort Frühstück und Mittagessen. Für viele sind das die einzigen Mahlzeiten pro Tag die sie erhalten. So sind viele Kinder schlecht ernährt und sehr krank. Wir versuchen die Kinder, vitaminreich zu ernähren, mit Gemüse und Fleisch. Auch dass es jeden Tag eine Frucht oder einen Fruchtsaft gibt. Seit April kommt jede Woche einmal eine Ernährungsberaterin in die Missao. Das ist ein Geschenk des Himmels. Sie hat ein Konzept geschrieben, wie wir die Kinder am Besten mit allem versorgen und einen Wochenplan oder sogar Monatsplan erstellen. Das Küchenteam wurde darin unterrichtet und bald werden wir auch für die Eltern der Kinder Workshops über richtige Ernährung anbieten. Die Ernährungberaterin arbeitet bei uns ehrenamtlich, worfür wir sehr dankbar sind. Der Zuschuss den wir von der Regierung für Essen erhalten kommt leider oft mit grosser Verzögerung. So ist es oftmals schwer, genug Essen zu besorgen. In den letzten Wochen hat uns eine Begebenheit schwer erschüttert: Ein 12 jähriges Mädchen wurde von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Sie sagte sie wolle sie nicht mehr! Nun ist sie in einem staatlichen Heim. Man hat mit dem Vater Kontakt aufgenommen. Er sagte er könne sie nicht holen, er habe kein Geld für den Bus. Das Heim befindet sich zwar in unserer Nähe, aber wir dürfen sie nicht besuchen und sie darf nicht raus. Wir wollten dem Vater den Bus bezahlen, dass er da Mädchen holen kannm, aber er meint sie gehöre zur Mutter er wolle sie auch nicht. Das sind so Momente die uns ganz schön zu schaffen machen. Durch Spenden, konnten wir Zahntherapien von einigen Kindern bezahlen. Es konnten aber noch lange nicht alle Kinder behandelt werden, da das Geld fehlt und die Therapien für die Familien zu teuer sind und wir auf¨ Spenden angewiesen sind. Fast jedes Kind hat mehrere Löcher und teilweise nur noch Zahnstummel im Mund, die dringend behandelt werden müssten. 

Ziele

-Am Mai werden wir (Paulo und Zenilda) wieder regelmässig die Familien der Kinder besuchen und die Schule der Kinder. Da im Moment von der Regierung Computerkurse in der Missao angeboten werden, und da Mithilfe gefragt ist, wurden die Besuche bis Mai aufs Eis gelegt.

-Ernährungsworkshop für die Eltern

-Suche nach Aerzten und Psychologen, die ca. 1x pro Woche in die Missao kommen.

Wir brauchen jeden Tag viel Liebe, Geduld, Feinfühligkeit, starke Nerven und absolutes Vertrauen, dass es bei Gott keine hoffnungslosen Situationen gibt!!

 

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben. Es gäbe noch viel zu erzählen…

 

Newsletter von Paulo Gonzalves aus Goiania vom 22.2.2006

 

Liebe Brüder und Schwestern,

Als Erstes möchte ich mich bedanken, dass Ihr Eure Herzen geöffnet habt für die Stimme des heiligen Geistes. Danke für euer Vertrauen in mich und die Mission! Im Moment kommen täglich 38 Kinder. Zum Mittagessen sind es sogar 50. Im März werden es noch viel mehr Kinder sein. Momentan helfe ich in der Küche um die Mahlzeiten vorzubereiten. Letzte Woche haben wir die Decken und Wände gestrichen. Das war viel Arbeit! Im März werde ich mit Zenilda die Kinder und deren Eltern in den Schulen besuchen. Ich werde dem Team English unterrichten und den deutschen Jugendlichen Portugiesisch. Ziel für 2006 von Pastor Ailton Worldwidewings: 

        dass wir 60 Kinder betreuen können an einem Morgen.

      dass wir eine Betreuung für die Jugendlichen über 14 Jahre am         Nachmittag anbieten können. (Morgens sind diese Jugendlichen in der Schule)

Gerne würden wir das Nachbargrundstück kaufen um mehr Platz zu haben. Darauf stehen zwei Häuser. Aus den Zimmern könnte man mehr Klassenzimmer machen: einen Raum zum Turnen, einen Doktor- und Zahnarztraum etc. Für die Jugendlichen über 14 Jahre möchten wir gerne einen extra Raum herrichten, wo wir Kurse mit Abschluss anbieten könnten. Gerne würden wir auch eine Unterkunft für die Freiwilligen und Besucher haben. Das Grundstück kostet 100.000.- Reais. (ca. CHF 60`'000.-) Momentan haben wir einfach zu wenig Platz aber auch nicht das nötige Geld, dass Grundstück zu kaufen.  

Diese Arbeit ist eine grosse Verantwortung und ich bat den heiligen Geist mich zu führen. Ich bin dankbar für Eure Gebete!

God bless you!

Paulo

 






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